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10.06.2005

Alte Feuerwache: Konzertabend rund um die Freie Improvisationsmusik

Die Klangwerkstatt in der Alten Feuerwache Köln präsentiert zum 3.Mal "KlangDrang - Ein Festival unerhörter Musik". Das Festival wurde 2003 als Hommage an die Alte Feuerwache ins Leben gerufen. "Unerhörte Musik" umfasst die Bereiche Neue, experimentelle und Improvisationsmusik und bezieht die Bereiche Performance Art und Neue Medien ein.

FR. 10.6.05 20 Uhr Konzertabend rund um die Freie Improvisationsmusik mit F.I.M. / soundso / EnsembleX / Doppelpluss Ort: Großer Saal / Eintritt: 7,- Euro

Die Ensembles:

F.I.M. (Frei Improvisierte Musik Köln) Nobert Zajac (voc), Angelika Prömm (violine), Matthias Kaiser (violine), Frank Bersziek (sax, basscl), Michael Haverkamp (sax, perc), Karl Krützmann (fl, tr, piano), Jörg König (git), Axel Höptner (piano) und Gäste F.I.M. ist ein offener Zusammenschluss von Musikern, die sich auf das Wagnis einer Musik ohne Vorgaben einlassen. Wenn Absprachen existieren, dann nur im Hinblick auf die jeweilige Besetzung. Da sich F.I.M. als offene Gruppe versteht, sind Gäste herzlich willkommen. Die Musik ist auf der Bühne frei improvisiert – als Konstrukt des Augenblicks ist sie so nie erklungen, noch wird sie jemals live genau so reproduziert werden. Der Stil fließt zwischen archaischem Klang, Geräuschkunst, Free-Jazz und Neuer Musik – und fußt so auf der Spannung des Augenblicks.

soundso Bettina Wenzel, Brigitte Küpper, Norbert Zajac, Peter Wolf Vokale Kommunikation als Experiment – 4 Sänger testen, was die Stimmbänder hergeben. Krächzen, Spucken und Schlürfen gehört ebenso zum Repertoire des Vokalensembles wie Gesang in extrem hohen Tonlagen und klangvoller Tiefe oder das spontane Erfinden kakofoner Fremdsprachen und lautmalerischer Eskapaden. Die Persönlichkeiten der vier Improvisatoren begegnen sich, je nach Bedarf, harmonisch, gegenläufig oder verzahnt und setzen dabei ganz und gar auf Spielfreude und den intuitiven Umgang mit Stimmklang.

EnsembleX Frank Bersziek (sax, bcl), Konrad Döppert (analogsynth, obj), Matthias Kaiser (violine), Jörg König (git) Das Quartett ging aus einer per Zufallsoperation ermittelten Musikerkombination im Rahmen von KlangDrang 2004 hervor. Im Mittelpunkt der musikalischen Arbeit stehen frei improvisierte Stücke. Erfahrungen der europäischen free improvised music, der elektroakustischen Kunst mit ihrem Hang zur elektronischen und präparatorischen Klangverfremdung, die Noise-Erfahrungen der 80er Jahre sowie ursprünglich außermusikalische Elemente fliessen im freien Spiel zusammen. Als Resultat entstehen subtil chiffrierte Klangkulissen, in denen der Zuhörer Raum zur frei assoziierenden Teilnahme findet.

Doppelpluss Brigitte Küpper (voc/pos/div), Wolfgang Simons (git/sax/div), Konrad Döppert (synth/perc/div), Peter Wolf (voc/perc/div) Die 4 erzeugen live teilimprovisierte Hörfilme wie von einem anderen Stern. Doppelpluss schlägt Haken zwischen allen Stilen, setzt sich augenzwinkernd zwischen alle Stühle und verursacht akustische Wechselbäder der Gefühle. Dynamisch-meditative Soundtrips werden zu eindrucksvollen Psychodramen – werden zu lustiger Folklore – werden zu philosophischer Streicheleinheit – werden zu absurdem Theater. Spannende Musikperformance also, von Zuckerbrot bis Peitsche. Und wer weiß, wohin die Reise sonst noch geht.

Weitere Infos unter:  www.klangwerkstatt-koeln.de ex

Autor:gf | modifiziert am 11.11.2007 | http://ebertplatz.de/artikel/1737.html
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